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Vor und hinter der Synagoge



Stadtbezirk: Mitte
Bereich: Koppenplatz
Stadtplanaufruf: Berlin, Oranienburger Straße
Datum: 12. Januar 2004

Vor und hinter der Synagoge

Hinter der Neuen Synagoge in der Oranienburger Straße erinnern mehrere Orte an jüdisches Leben bis zum Dritten Reich und an die Verfolgungen. I n der Großen Hamburger Straße steht eine Skulpturengruppe, 13 Frauen und Mädchen in Bronze gegossen, sie erinnern an ein Sammellager für Deportationen. Am Koppenplatz liegt ein umgestürzter Stuhl vor einem leeren Tisch , wie ein hastig verlassenes Zimmer steht das da, der Boden deutet Parkett an, von einem Wortfries umgeben, "Oh die Wohnungen des Todes ..." (Nelly Sachs). Das ist Geschichte, die gegenwärtig ist.

Und dann ist da noch die andere Gegenwart: ein temporäres Kunstwerk aus Buchstaben, ein Wortlabyrinth, das vorübergehend Platz gefunden hat auf einer Baustelle. Vor den Autos bietet sich die käufliche Liebe an, es ist unverkennbar die Oranienburger Straße. Ob dies den Künstler bewogen hat, die Angebote der Mädchen plakativ in seine Buchstaben aufzunehmen?





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